Landtag Bayern abberufen

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Landtag Bayern abberufen

wolfgang-daubenberger.de
Veröffentlicht von #wolfgang daubenberger in POLITIK · 28 Oktober 2021
Tags: BayernLandtagabberufen
In Bayern war eine Initiative angetreten, Söder und Co. bzw. den bayrischen Landtag abzuwählen.

Die Ausgangssituation war, dass (auch) in Bayern die Möglichkeit besteht, den Landtag "abzuwählen", um wieder "rechtsstaatliche Verhältnisse" durch Neuwahlen einkehren zu lassen.

Und wer die Pandemiepolitik von einem Kabinett Söder bislang kritisch verfolgte und damit auch die erheblichen freiheitseinschränkenden Maßnahmen in Zweifel zieht, musste dieser Initiative wohlwollend gegenüber stehen, zumal dies das erste basisdemokratische Volksbegehren zur Abwahl eines Landtags war.
Und bereits im Vorfeld wurden erneut wieder scharfe Maßnahmen von der bayrischen Staatskanzlei angedacht, was einen Zulauf an jeder Urne die Folge hätte sein sollen.

Eine Million Stimmen waren erforderlich, ca. 205.000 wurden es.

Die sozialen Medien zeigen sich darüber enttäuscht und viele Kommentare sprechen deutlich aus, was dieses Ergebnis für sie darstellt: mehrheitliche Wut über die Dummheit bzw. Gleichfültigkeit der Menschen.
Die Macher dieser Aktion (LINK) hofften sicher auf ein respektables Ergebnis zumal alle Vorzeichen auf Sturm standen. Sie beschwichtigen medial und bedanken sich artig für dieses Ergebnis.

Was lernen wir daraus?
Bei allem Wohlwollen für die aktiven Streiter und maßnahmenkritischen bayrischen Bewegungen:
nicht nur das Wahlvolk schien einen Blackout gehabt zu haben.
Im Vergleich Bei der Initiative 2019 "Rettet die Bienen" war am Ende 18,3 Prozent aller Stimmberechtigten - mehr als 1,7 Millionen Menschen - beteiligt.
Vielleicht schon damals ein Alarmzeichen schwindender geistiger Immunität gegenüber Massenpsychologie.
Oder der derzeitige Druck scheint ins Leere zu laufen.

Wie in den Bundestagswahl 2021 wurde bei dieser Initiative (erneut) sichtbar, dass Kritik, Demos und viele gutmeinende Initiativen noch lange nicht genügen, in Deutschland ein festgefressenes System, und mag es noch so schlecht sein, abzulösen.
Angst vor Veränderung, die Handlungsschwäche der meisten Deutschen gegenüber diktatorischen Maßnahmen, und mögen sie noch so schlimm sein, führen nicht automatisch alle Kritiker zur Wahlurne mit dem Ziel, einen Ausweg zu suchen.

Das haben wir übrigens vor 1945, in der DDR und nun in der künstlichen Pandemie gesehen und daraus nicht substantielles für den Änderungswillen gelernt.
Deshalb haben die derzeitigen politischen Macher so leichtes Spiel mit dem (bayrischen) Volk trotz erdrückender Beweise für ihr volksverhämendes Verhalten.

Die Gruppe derjenigen, die auch diese krude Politik und Umwandlung der bayrischen Gesellschaft ablehnt, glaubt noch immer an eine friedliche und politische Lösung, selbst wenn die bayrischen Diktatoren ihre Bürger weiter entrechtet.
Und es scheint auch den aufgeklärten Menschen an Entschlossenheit zu fehlen, ihre Freiheit durchzusetzen.

Was lernt das System daraus?
Sicherlich nutzt das politische System auch in Bayern alle Tricks und Hebel der Meinungsmache und Einschüchterung. Dies hat nun einen weiteren positiven Effekt in seiner Agenda: Weitermachen !


28.10.2021
Münchener Abendzeitung

28.10.2021
Bayrisches Landesamt für Statistik



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