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Landtagswahl 2026 - Wahlkreis I und seine Kandidaten

Landtagswahl 2026 - Wahlkreis I und seine Kandidaten

wolfgang:daubenberger
Veröffentlicht von #wolfgang daubenberger in POLITIK · Montag 19 Jan 2026 · Lesezeit 13:30
Tags: LandtagswahlBadenWürttemberg

Längst wurde das Wahlvolk mit entsprechender Propaganda "gegen Rechts" intensiv beschallt und 5 Jahre nach Corona hat man den politischen Verbrechern alles vergeben. Ja, Viele verspüren Unmut und sind nicht ganz so dumm, wie die Politik sie sehen will. Doch auch dafür wurde eine Rakete gezündet: erstmals dürfen (lebens- und politisch unerfahrene/dressierte) Jugendliche ab 16 Jahren abstimmen. Dies könnte besonders dort eine Gefahr für konservative Kräfte werden, wo man bereits seit langem mit der gezielten politischen Verdummung der Pennäler in der Schule begonnen hat. In links/grünen Hochburgen wie Freiburg gilt dies besonders zu beachten.

RÜCKBLICK
Am 14.03.2021 fand die letzte Landtagswahl in Baden-Württemberg statt. Man vergisst nicht: inmitten der Coronazeit, mit enormen Einschränkungen der Grund- und Freiheitsrechte sollten Menschen ihre Zukunft für Jahre wählen. Politische Veranstaltungen davor waren verboten bzw. standen unter dem Zeichen des Maskenterrors, Zwangsabstand, Lockdowns und Polizeikontrollen und demzufolge beschränkte sich der Wahlk(r)ampf 2020 bis 2021 häufig auf virtuellen Austausch. Die Straßen wurden gewaltsam entvölkert, Angst regierte. Die Partei "die Basis" wurde inmitten der Coronazeit am 4.7.2020 durch eine Gruppe Menschen gegründet und bot allen Corona- und Systemkritischen eine politische Alternative. Ich trat als Direktkandidat für dieBasis im Wahlkreis Freiburg I an.

MACHTVERHÄLTNISSE
Der derzeitige Landtag besteht aus 154 Mitgliedern. 57 Abgeordnete bilden die Fraktion GRÜNE, 43 die Fraktion der CDU, 18 die der SPD, 18 die der FDP/DVP und 17 die der AfD. Ein Abgeordneter ist fraktionslos. Damit ist ersichtlich, dass bisher weit der über 130 der Abgeordneten die Systemparteien und damit ein "Weiter so!" verkörpern. Die einzige bundesweite und stärkste Oppositionspartei hat damit keine Mehrheit, das Schiff auf einen neuen Kurs zu bringen. Es sei denn, die Menschen entschließen sich, endlich Tabula Rasa zu machen. Weg mit dem Filz und Hin zu einem Versuch, der AfD die Chance in Baden-Württemberg zu geben. Davon ist aber im ganzen Land nicht auszugehen.
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PROBLEM
2023 begann man allmählich die Gefängnistüren in der Coronap(l)andemie zu öffnen. Die Schäden in der lokalen Wirtschaft und vor allem in der Gesellschaft waren und sind enorm genug. Das hätte die Menschen mobilisieren müssen. Gerade Freiburg war ja ein Ort, der seine Bewohner rigoros einkerkerte. Die rettenden Schritte danach, nämlich die Forderung nach Abschaffung der heutigen Form der Demokratie hin zur direkten Mitbestimmung, die Abschaffung politischer Parteien und Abgeordnete (Machtinstrument über Recht und Gesetze) und Expertenberatung für Probleme und Lösungen anstatt blinder Ideologie wurden und werden nicht laut gefordert. Noch ist die wirtschaftliche und soziale Not wohl nicht groß genug. Die Bürger (auch in diesem Wahlkreis) erkennen noch immer nicht in der Breite, dass die dann Gewählten der Altparteien nur ihrem Klientel verpflichtet sind und wenn man ihre Biographien kritisch prüft, man schnell auf ihre wahre Gesinnung und Ziele kommt. Die Haushaltslagen der jeweiligen Gemeinden/Kommunen sind nicht Folgen unabsichtlicher Maßnahmen der verantwortlich politischen Kräfte. Die Invasion von Armutsmigranten in die Gemeinden und die rot/grüne Hetze gegen Alle und Alles, was dem herrschenden Ton der Propaganda nicht entspricht, sind Maßnahme feindlich Gesinnter, die man bis hin in die lokale Ebene findet. Wie können unter diesen Vorzeichen überhaupt im Land noch freiheitliche Lösungen ohne radikale Zäsuren stattfinden?

ABLAUF
Die Wahlen für den Landtag sind festgeschrieben. Alle Direktkandidaten für eine Landtagswahl müssen in einer Aufstellungsversammlung von den anwesenden Parteimitgliedern als Kandidat mit ihren Nachrückern gewählt und nominiert werden. Damit soll nebenbei immer sicher gestellt sein, dass die Parteilinie auch nach einer Wahl im Landtag festgezurrt ist. Die Kandidaten werden dann in der Landtagswahl gewählt und falls sie ein Votum erhalten, Abgeordnete/r im Landtag.

BELOHNUNG
Landtagsabgeordnete werden finanziell üppig "entlohnt": Ein Abgeordneter im Landtag von Baden-Württemberg bekommt derzeit monatlich 9.322 Euro - bezeichnet als "Entschädigung". Dazu mehrere Tausend Euro monatlich an Kostenersatz für Büro und Co. Derzeit kommen von den im Landtag befindlichen Abgeordneten nur weniger als 30 aus der Privatwirtschaft (Quelle). Der überwiegende Teil ist (mit Verlaub) nur aus steuerfinanzierten und alimentierten Tätigkeiten.

Das dürfe hinreichend erklären, warum es sich lohnt, auch als Berufsfremder, Niedrigverdiener oder über die politische Leiter in den Landtag klettern zu wollen. Aber auch nach dem Ausscheiden aus dem Landtag erhalten die "Ehemaligen" ein Übergangsgeld, das mehrere Tausend Euro im Monat beträgt. Sofern man sich während seiner aktiven Zeit "die richtigen Verbindungen erarbeitet hat", rutscht man nicht in das Sozialsystem. Jede Landtagswahl spült deswegen eine wichtige Anzahl von Menschen für das Überleben des Systems ins Landesparlament, die diesem finanziellen Anreiz erliegen. Das nennt man politische Korruption bzw. politisches Bürgergeld, das ohne Verlustangst für die Periode des eigenen Überlebens gezahlt wird. Verstehen Sie nun , warum niemand aus dieser Kaste den Ast absägt, der ihn da trägt? Wer aus dieser Gruppe mit dem großen Zeitaufwand und enormen Belastung diese Bezahlung rechtfertig, soll in eine Backstube oder in eine gut strukturierte Firma auf einen verantwortungsvollen Platz. Dort stellt er schnell fest, dass die Arbeit als Abgeordneter bei Weitem nicht den Zeitaufwand bedeutet, den heute die Leistungsträger aus dem Mittelstand haben.

Bei der Einführung der Grundgesetze hat man bewusst solche Kontrollinstrumente vermieden. Obwohl eine selbsternannte braune Parteielite es zuvor in nur 12 Jahren zum Untergang des gesamten deutschen Reichs schaffte, hätte es der kriegsmüden Gesellschaft gut zu Gesicht gestanden, dass direkte Mitbestimmung und politische Aufsicht verankert worden wären. Dass man heute "dahergelaufenen politischen Ideologen" folgt ist das Ergebnis der damaligen alliierten Bevormundung bzw. den ganz und gar nicht demokratischen Gründungsvätern. Wer würde einem Hobbyflieger eine vollbesetzte Passagiermaschine für einen Linienflug ohne fundierte Ausbildung anvertrauen? Genau das passiert aber in jeder Landtagswahl: man lässt fremde Menschen an entscheidende Stellschrauben ohne Prüfung ihrer Integrität und moralischem Kompass für das Gemeinwesen. Ganz zu schweigen von der Frage, ob die Intelligenz tatsächlich für komplexe Aufgaben ausreicht. Deshalb Corona und Co., deshalb auch eine Wahl wie diese.

Auch in diesem Wahlgebiet verhindert das staatsfinanzierte Parteienkonstrukt, dass sich Menschen ohne Machtapparat im Rücken aufstellen lassen können. Nur Parteien erhalten Geld. Viel Geld. Die AfD ist aber auch ein Beispiel dafür, dass Geld alleine nicht einen Umschwung sichert. Wenn über 70% der Wähler ein "Weiter So!" wünschen, wenn oppositionelle Kandidaten und ihre Familien in Sorge um die eigene Sicherheit wegen Angriffe und Nachstellungen leben, ist der politische Kampf beendet. Das hatten wir 1933 schon einmal und dies wiederholt sich aktuell mit anderen Farben und Parolen. Kleinparteien haben deshalb trotz bester Absichten kaum Chancen auf Erfolg im lokalen Bereich. Sieht so eine lebendige Demokratie mit der Mitbestimmung durch Bürger aus? Kann eine derartig verfilzte politische Landschaft überhaupt einem unabhängigen Menschen eine politische Chance außerhalb eines solchen mafiösen Kartells bieten? Wohl kaum. Das ist der Grund, warum auch Baden-Württemberg bald an den gesellschaftlichen Abgrund treibt. Und auch ein strukturschwacher Wahlkreis 1 wird da keine Ausnahme beim Totentanz der Parteien machen.

Sie möchte erneut als Abgeordnete im Landtag von Baden-Württemberg ihr üppiges Salär weiterhin erhalten und die grüne Agenda der wirtschaftlichen Zerstörung des Landes. verteidigen. Dass sie in ihrer anwaltlichen Tätigkeit in Titisee-Neustadt mit dem Schwerpunkt Asyl- und Ausländerrecht arbeitet und damit kaum gegen Armutsmigranten votiert, dürfte das kommunale Problem der ausufernden steuerfinanzierten Kosten für diese Eindringlinge kaum lösen. Wirtschaft? Man kann nach allen Erfahrungen der letzten Jahrzehnte nicht davon ausgehen, dass grün Indoktrinierte wie diese Dame und die Partei der GRÜNEN etwas für den Mittelstand wirkungsvoll tun könnte und wollte.
Doch nicht nur lokal, auch im Land meldet sich Unheil in Form des Spitzenkandidaten Özdemir, der Freiburg für seine Kandidatur besuchte.

Ingo Bauer (CDU)
Die CDU bietet mit diesem Kandidaten für ihre treuen Wähler Bewährtes aus der lokalen Kaderschmiede einer Partei, die heute Krieg gegen Russland führt und ideologisch eher Links als nationale Politik macht. Würde also ein solcher Kandidat, wenn er in den Landtag gewählt würde, überhaupt grundlegende Veränderungen anstreben und sich innerhalb einer solchen Partei und seiner Region auch mit Gegensätzlichem duchsetzen wollen oder können? Wohl kaum. Herr Bauer mag Unternehmer sein, er mag kommunale Erfahrung mitbringen und über Abläufe bestens Bescheid wissen. Doch treiben nicht gerade solche politische Ja-Sager gerade Deutschland in den Abgrund?

Walter Krögner (SPD)
Dieser Kandidat der SPD verkörpert genau die messianischen Menschen, die mit einer fast klassischen Karriere in einer solchen rot lackierten Partei als Parteimitglied seit mehr als 35 Jahren alles dazu beitragen wird, dass die Ideen einer dirigierten Gesellschaft weiterhin durchgesetzt werden. Ein der neuen Zeit angepasster Sozialist und Linker bewirbt sich auf eine Position, die er 2009 gut bezahlt im Landtag schon einmal für einige Zeit inne hatte.

Die FDP hat in Freiburg (noch) Anhänger. Dies ist dem akademischen Proletariat geschuldet, dass sich den etablierten Ansichten vereinzelt gerne öffentlich widersetzt. Sie tritt nun mit einer Kandidatin an, die wohl unterschwellig das Bild einer FDP für den Landtagswahlkampf aufpolieren soll. Doch Hand aufs Herz: sieht so die FDP wirklich Chancen? Vergessen kann man nicht, dass die einstige Partei der liberalen Mitte die Bürger in die Spritze zwang und der Justizminister in seinen Amtszeiten Kritische jagen lies. Vergessen darf man nicht, dass die fanatische Kriegstreiberin Strack-Zimmermann die FDP politisch seit langem schädigt. Widerliche Figuren der politischen Neuzeit, die den Kern einer ehemaligen liberalen Partei in den Dreck zieht. Die FDP hatte viele Sympathien, hatte gute Denker und hätte in Vielem in den letzten Amtszeiten regulierend eingreifen können. Hat sie aber auch auf kommunaler Eben nicht. Sie ist ein Relikt, das endlich sterben sollte.

Die Linke ist (in Freiburg) längst keine Nischenpartei mehr. Mit ihrer hässlichen Fratze der Hetze gegen Andersdenkende hat sie ihren festen Platz im deutschen Bundestag: im Nachkriegsdeutschland sind die Kommunisten und Deutschlandhasser heute salonfähig geworden. Daher auch der Mut und das Geld, auf kommunaler Ebene bei der Wahl mitzumischen. Auch dieser Kandidat entspringt dem altbekannten Muster derjenigen, die sich eine solche Aufgabe aus linker Sicht zutrauen. Hat er diese Ideologie bis zum Lehramt bereits in der PH gelernt? Immerhin sind die ANTIFA Freiburg und die Linken in Freiburg gut verzahnt. Und einer der bekannten Aktivisten gibt seine linken Kurse in der PH in Littenweiler wie man erfahren hat.

Die WerteUnion ist aus dem Schatten der CDU auf die politische Bühne getreten und kandidiert mit großen Worten und wenig politisch erfahrenen Darstellern. Das kann sicher den Einen oder Anderen dazu gewinnen, dem ehemaligen AfD Vorstand Meuthen und seiner Truppe im Land einen Platz im Landesparlament zu sichern. Doch vergessen wir nicht, dass die WerteUnion aus der politischen Kaderschmiede der CDU sich heraus löste. Mit Funktionären, die man dem alten, machtgierigen Politlager zurechnen muss. Volker Bölsch mag besten Willens als Kandidat sein. Doch das reicht in diesem Fall auch ohne schlechtes Benehmen und einer fehlenden Historie nicht, Verantwortung unter dieser Flagge zu übernehmen.

Wie pervertiert man eine politische Aufgabe: so! Dass das deutsche Parteienkonstrukt aufgelöst werden muss, dokumentiert diese zugelassene Spass-Partei mit solchen Kandidaten. Der Wähler darf für Klamauk bezahlen. Bei diesem Kandidaten scheint man es nun in Freiburg hoffentlich ohne größeren Schaden zu versuchen.

Jürgen Geilinger (dieBasis)
Jürgen Geilinger ist als Direktkandidat der "dieBasis" auf der Landesliste auf Platz 1 und ein ehemaliger Parteikollege und in der Freiheitsbewegung rund um Corona sehr aktiv. Er tritt das erste Mahl zu einer Landtagswahl an, was ihm sicher (wie mir) viele Einblicke um das politische Geschehen geben dürfte. Da ich ihn auch privat kennenlernen durfte, muss ich (befangen) sagen, dass unser Land ein großes Stück besser wäre, wenn solche Menschen wie er in die politischen Geschicke eingebunden wären. Politische Macht korrumpiert: für ihn kann ich das ausschließen.

Georg Köchling (VOLT)
Auch dieser Kandidat mag sympathisch und unerfahren antreten, doch VOLT ist eines der Gewächse, die Europa und nicht Deutschland als Zukunftslösung betrachten. Die Auflösung nationaler Identitäten und europäische Alleinkompetenz sieht VOLT als politische Lösung. In der Europawahl überzeugte VOLT (zu) Viele, die Gönnerschaft kommt (normalerweise) aus dem Anteil der jüngeren Menschen, die Deutschlands Kriegsende vergessen möchten und sich in einem hippen europäischen Vielvölkergemisch zu Hause fühlen. Stecken hier ganz andere Kräfte und Zukunftsvisionen als Deutschland hinter der Parteigründung? Dieser Kandidat mag sich in den Überzeugungen wohl fühlen, doch VOLT ist m.E. ein trojanisches Pferd.

Peter Riedlinger (BSW)
Das BSW hat in einigen Landesregierungen Fuß gefasst. Das BSW schickt Kandidaten in die Fläche, die wie Viele in der Politik in das Geschehen von außen "hinein rutschen". Die Gründerin Sarah Wagenknecht trat als Partei-Chefin 2025 zurück. Dass das BSW in vielen Landtagen sich mit den Altparteien sich ins Bett legt um die AfD aus den Gremien zu halten, hat sie zuletzt im Osten bewiesen. In Freiburg hat diese Partei sicher Sympathisanten, vor allem aus dem linken Lager, die einem BSW Kandidaten den Rücken stärken. Doch Vorsicht: die Geschichte des BSW ist durchzogen von blutigen Kämpfen um Macht und Machterhalt. Ein BSW im Landtag ist kein Garant für eine Wende, höchstens für politischen Beischlaf.

AfD
Dass Deutschlands größte und einzige Oppositionspartei in diesem großen Wahlkreis keinen Direktkandidaten ins Rennen schickt: die Demokratie hat eine schweren Stand in diesem Gebiet. War es die Angst für tätlicher Gewalt oder Übergriffen wie Kontokündigung, Jobverlust oder sozialer Ächtung?

AUSBLICK
Die Landtagswahl 2026 wird im Gegensatz zu 2021 immerhin an der Wahlurne maskenfrei. Die Widerlichkeiten der letzten fünf Jahre und die politischen Abgründe, die diese Landesregierung verbirgt, werden mit einer Wahl nicht vom Gesicht der Erde getilgt. Nein, es steht zu befürchten, dass ein Großteil der über 125.000 Wähler in diesem Wahlbezirk Freiburg I das tun, was sie 2021 getan haben: auf "Bewährtes" setzen und hoffen, dass alles nicht so schlimm wird, wie manch einer befürchtet.

Ich bin ein Gegner des derzeitigen politischen Systems und spreche deshalb auch der Landesregierung und ihren nachgelagerten Stellen verantwortliches Handeln ab. Ich bin "echter" Deutscher und verachte heute diese unmoralische, politische Bande und deren Machenschaften, die sich Jahrzehntelang im bräsigen Gutbürgertum wie ein Krebsgeschwür hineingefressen hat. Ein solch  defektes System kann nicht durch Austausch der Stellschrauben repariert werden. Hier muss aber die grundsätzliche Frage gestellt werden: wollen die Bürger sich mit ihrem Schicksal und der Gemeinschaft, in der sie leben, auseinandersetzen und Verantwortung für sich selbst oder durch Andere übernehmen lassen? Landtagswahlen kaschieren und tarnen nur das gewaltige systemische Versagen der staatlichen Nachkriegsorganisationsform, die ihre Bürger von Anfang an als Leibeigene betrachtete. Doch man sollte auch dies nicht zu leichtfertig verurteilen. Die Allermeisten interessieren sich derzeit für das Gemeinwesen allenfalls bis zu der Stelle, wo es unangenehm wird. Wenn Manche zur Nichtwahl auffordern, ist dies eine billige Ausrede und in gewollter Unkenntnis der Möglichkeiten, die ein Wahlvolk durchaus zur Veränderung hätte. Wer sich im System des Landes aus welchen Gründen auch immer weiterhin aufhalten muss, gewinnt nicht durch politische Enthaltsamkeit und Askese. Entweder er wird zum Rebell und dies mit allen Konsequenzen oder er muss den Dreck schlucken, der ihm aus der Politik verabreicht wird.

09.01.2026 Schwarzwälder Bote
09.01.2026 SWR



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