20.08.2021 Peter Altmaier besucht Kirchzarten

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20.08.2021 Peter Altmaier besucht Kirchzarten

wolfgang-daubenberger.de
Veröffentlicht von #wolfgang daubenberger in POLITIK · 20 August 2021
Tags: PeterAltmaier
Peter Altmaier war heute in Kirchzarten auf dem Parkplatz des Hotel Fortuna. Auf Einladung des Gewerbevereins und begleitet von Felix Schreiner (Spitzenkandidat der CDU im Wahlkreis 288) was eigentlich schon eine Rarität darstellt, denn derartige "Spitzen" unserer Regierung verirren sich kaum in einem eigentlich unbedeutenden Fleck der Republik.
Wir waren hautnah dabei.
Vorab:
diese Veranstaltung war recht spärlich besucht, obwohl doch die CDU in Kirchzarten auf eine stattliche Anzahl Mitgliedern kommt. Seid Ihr liebe CDU'ler denn müde? Müde von diesen langatmigen Reden eines solchen Politikers? Oder gleichgültig, was "eure" Vertreter mit dem Land machen? Substanzlose Geschwafel, für das ein Abiturient kaum eine gute Note bekommt. Das jedenfalls war nicht nur mein Eindruck. Interessant, dass die Maßnahmen der Regierung gerade unwidersprochen gelobt wurden. Mit Altmaiers verbalen Querverweis auf die Pandemieausbrüche in Australien und Co. bewiesen vor allem die freundlich nickenden Kirchzartener unwidersprochenen Beifall zu Lügen und Ammenmärchen, die eben ein solcher politischer Vollblutlügner an das Publikum richtet.
Die Lobeshymnen des aus dem Publikum fragenden Tourismusverantwortlichen klangen da wie der untertänige Bittgesang: vielen Dank für 75% Unterstützung in der vergangenen Zeit (75% vom Umsatz bitte!) und bitte bitte uns nicht vergessen. So war der Hotelier bzw. Gastwirt, bei dem Peter Altmaier noch zu Mittag in Titisee speiste, war extra angereist und bedankte sich für die problemlosen Geldflüsse in der doch schweren zurückliegenden Pandemiezeit.
Wie schön, denn da lachten doch die Herzen der Redner und Verantwortlichen brav ins Gesicht der Selbstzufriedenen.
Es war einfach nur peinlich, wie z.B. die Kirchzartener Gastronomen und Hotelliers sich anbiederten, anstatt klare Kante zu zeigen.
Ansonsten war einfach kein zeitlicher Platz mehr für den Kontakt zum Volk, denn Altmaiers Ausschweifungen zum aktuellen Geschehen nehmen leicht die Unendlichkeit ein und deshalb blieb es auch bei drei zaghaften Fragen aus dem Publikum.
Felix Schreiner als Spitzenkandidat der CDU war sichtlich entzückt, neben einem solch hohen Gast zu verweilen.
Ich musste leider mehrmals innerliche Würgegefühle unterdrücken ob dieser Szenerie der Kirchzartener Geschäfts- und CDU-Welt. Jedenfalls einem Teil davon.
Gut: auch das Thema Pandemie hat der gut genährte Minister angesprochen.
Dass er zum Impfen aufrief, verwunderte ernsthaft niemand und das Credo, dass Merkel die beste Kanzlerin des Universums sei und es schon richtet hätte nur noch den Redefluss gebührend beenden können.
So blieb es halt nur bei einem kurzen Ausflug in die Gesundheit und das erzeugte dann gottlob ein Pfeif- und Rufkonzert Anwesender, die natürlich an den CDU Granten abprallte.
Auch verwunderte einen die Abwesenheit einer größeren Menge an Maßnahmenkritikern aus unserer Regio, die leicht die Platz gefunden hätte. Und die wenigen Polizisten langweilten sich extrem.
War der Freitag Nachmittag in der Terminplanung für diese Veranstaltung bei den von der Krise betroffenen untergegangen?
Schade, denn Altmaier und Konsorten einmal aus der Nähe zu erleben:
vielleicht eine einmalige Gelegenheit und das Erleben vor Ort stärkt bestimmt das Immunsystem gegen solche Menschen.
Das Fazit:
dem relativ kleinen Publikum mit meist hohem Altersdurchschnitt mag dies den Nachmittag gerettet haben.
Den wenigen anwesenden Geschäftsleuten auch aus der Gastrobranche kann man nur empfehlen, beim nächsten Lockdown ihre Türen endgültig zu schliessen, zumal sie dann ihr Personal zurecht endgültig verlieren.
Ich weine keinem nur eine Träne nach und sehe nur dann wieder als Gast Licht, wenn sie weg sind.
Und dem Politiker Felix Schreiner schreibe ich ins Schulheft, nicht ans Ruder der kommenden Generation von Politikern des Altsystems zu werden. Zu seinem eigenen Schutz.

Übrigens: es gab Bratwürste. Welch ein Zeichen für diese Zeit und wie billig sind die Menschen zu ködern...



Peter Altmaier (sitzend und 2. v.l.) und Martin Götz (1. Vorsitzender der CDU) redend
Felix Schreiner





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